Was sind Kryptowährungen überhaupt?

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In einem unserer früheren Blog-Beiträge haben wir uns angeschaut, wie man in Kryptowährungen investieren kann und was es dabei zu beachten gibt. Doch was sind Kryptowährungen überhaupt? Dieser Frage gehen wir heute auf den Grund.

Eine Frage der Definition

Wie so oft bei jungen Technologien fehlt auch bei «Kryptowährungen» eine klare Definition, was dieser Begriff denn nun alles miteinschliesst. Die meisten Personen sind sich jedoch mittlerweile einig, dass es im Grundsatz eine Währung ist, die durch kryptografische Mittel erstellt wird. Es kommen dabei zwei kryptografische Mittel zum Einsatz:

Diese beiden Technologien gewährleisten einerseits, dass keine unberechtigten Personen auf meine Kryptowährungen Zugriff nehmen können (PKI). Denn aufgrund des Fehlens einer zentralen Partei zur Authentifizierung der Gegenpartei muss diese Zugriffsberechtigung für die entsprechende Kryptowährung durch mathematische Abhängigkeiten gegeben sein. Andererseits schaffen sie die Grundlage für das im Zusammenhang mit dem Mining verwendete Proof of Work-Verfahren (Hashes).

Abfallprodukt einer Blockchain

In unserem Kryptoglossar wird Mining als eigentliches Herzstück einer Blockchain beschrieben. Grund dafür ist, dass durch Wegfallen des Minings die Unveränderbarkeit einer Blockchain nicht gegeben wäre. Denn nur durch diesen regelmässigen «Audit» wird dafür gesorgt, dass die entsprechenden Transaktionen durch jedes Hinzukommen eines neuen Blocks fester und fester in der Blockchain festgeschrieben werden.

Doch Mining ist energieaufwändig und die Infrastruktur, welche mittlerweile dafür notwendig ist, äusserst kostspielig. Wieso also nehmen Private diesen Aufwand und diese Kosten in Kauf? Weil sie im Gegenzug etwas dafür erhalten. Bei der Bitcoin Blockchain beispielsweise 12.5 Stück der Kryptowährung Bitcoin sowie sämtliche Transaktionsgebühren der im Block verarbeiteten Transaktionen.

So gesehen sind Kryptowährungen gewissermassen Abfallprodukte einer Blockchain-Architektur. Doch wieso waren selbst im Jahr 2009 und 2010 als Bitcoin noch kein faktischer Marktpreis zugeordnet werden konnte, Miner dazu bereit, diesen Aufwand auf sich zu nehmen und Computerressourcen für Mining zu «verschwenden»? Für ein Netzwerk, welches eh (noch) niemand benutzt. Und dies für ein paar wertlose Bitcoins?

Der Grund dafür ist hauptsächlich idealistischer Natur. Schon seit 35 Jahren träumen Cypherpunks von digitalen, nicht zentral ausgegebenen Währungen (siehe auch Artikel von Aaron van Wirdum). Mit Ecash von David Chaum oder B-Money von Wei Dai (im Übrigen sogar im Whitepaper von Satoshi Nakamoto zitiert) bestehen ähnliche Konzepte bereits seit dem Jahr 1983 resp. 1998. Bitcoin ist also so gesehen kein neues Konzept, sondern lediglich eine weitere Evolutionsstufe, welche es im Gegensatz zu ihren Vorgängern in den Mainstream geschafft hat. Hauptgründe dafür waren eine frühe, sehr loyale Anhängerschaft, sowie der praktische Nutzen, welcher zu Beginn vor allem für Transaktionen im Dark Net gefunden wurde.

Sind Tokens auch Kryptowährungen?

Wir schreiben in unserem Kryptoglossar, dass Tokens keine eigene Blockchain haben, sondern auf einer fremden Infrastruktur aufbauen. Bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Tokens keine Kryptowährungen sind? Nein. Denn obschon eine fremde Infrastruktur verwendet wird, beruhen diese im Grundsatz auf Kryptografie.

Der zweite Teil der Wortkombination «Kyptowährung» ist bei Tokens jedoch schon irreführender. Ist ein Token wirklich eine «Währung»? Wenn ein Token z.B. einen Anteil an einem Unternehmen präsentiert, stellt er denn nicht eher einen Anteilsschein denn Währung dar? Streng genommen ja. Doch man hat sich mittlerweile (implizit) darauf geeinigt, all diese Bitcoin-ähnlichen Gebilde, die seit dem Jahr 2009 (Geburtsjahr von Bitcoin) aus dem Boden schiessen, als Kryptowährungen zu bezeichnen, auch wenn die Bezeichnung nicht 100 prozentig korrekt ist.

Jetzt weisst du, was Kryptowährungen sind. Wie du investieren kannst, erfährst du in diesem Beitrag oder indem du uns direkt kontaktierst!

 

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Tschan Ursi
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Tschan Ursi

Ich habe ja keine Ahnung von Kryptowährungen. Darum: Ganz herzlichen Dank für diese Erklärungen. Ihr macht eure Arbeit ganz toll:)!

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